Rakubrennen


Stark schamottierte Tonstücke werden erst einmal in einem Brennofen bei
850 - 960°C vorgebrannt. So entsteht der Rohbrand. Anschliessend wird der Ton mit speziellen Raku-Glasuren glasiert und getrocknet. Danach werden sie im Raku-Ofen gebrannt. Der Ofen muss wegen der starken Hitze- und Rauchentwicklung unbedingt im Freien stehen.
Nach ca. 2 Stunden ist eine Temperatur von etwa 1050°C erreicht. Sowie die Glasur geschmolzen ist, werden die rot glühenden Stücke mit Zangen und Handschuhen aus dem Ofen herausgenommen und in eine Reduktionskiste gelegt, die mit Sägemehl gefüllt ist.

Es entstehen sofort Flammen, die bei Schliessung der Kiste erstickt werden. Die Kiste muss mehrmals vorsichtig geöffnet werden, um weiteres Sägemehl hinzuzufügen. Auf Diese Weise wird dem Ton und der Glasur der im Ofen aufgenommene Sauerstoff wieder entzogen. Es entstehen spezielle Glasureffekte und die typische Schwarzfärbung nicht glasierter Teile, die besonders hervortreten und die Schönheit und Eigenart dieser Keramik ausmachen. Auch die Glasursprünge, die durch die Schwarzfärbung noch stärker auftreten, gehören zu den Eigenschaften der Raku-Keramik. Der Reduktionsprozess kann durch Auf- und Abdecken des Sägemehls verändert werden. Letzten Endes werden die Stücke vom Russ und anderen Verunreinigungen gesäubert. Das Rakubrennen ist hauptsächlich wegen seiner besonderen Brandtechnik und der verschiedenartigsten Einflüsse, die sich im Ton wiederfinden, sehr beliebt. Die Keramik ist sehr ausdrucksstark und besitzt eine besondere Farbfaszination






Rakubrennen